Erinnerung an Herbert Baumann

Herbert und Renate Baumann ©Stefan Leitner

Wir, Herbert und Renate, haben diese Oase der Erholung, des Loslassens und der Ruhe gemeinsam zu dem aufgebaut, was es heute ist.
Ein Ort, an dem sich Menschen, Tiere und offenbar Pflanzen wohlfühlen. Wo manche Menschen „wachsen“ dürfen, weil sie sich selbst wieder spüren lernen. Wieder lernen, WAS im Leben wichtig ist! Ein Ort, der durch unsere Liebe zueinander entstanden ist und diese Liebe in allem, was hier geschaffen wurde, spürbar ist.

2003 begannen wir mit dem Umbau des Bauernhauses. Der 1. Stock und der Dachboden wurden ausgebaut, dabei entstanden fünf Appartements.

In den Jahren 2004 bis 2007 wurde die Straße, die durch den Innenhof führte, umgelegt sodass Ruhe im Innenhof entstand. Das Bauernhaus wurde in ein herrliches, strahlendes „Schönbrunn-Gelb“ gehüllt. Der Reitplatz am Rande des Hofes, mit einem Panoramablick auf die Gesäuseberge, verlegt und der bestehende Pferdestall mit Anbindehaltung wurde in einen Laufstall umgewandelt. Die Pferde bekamen eine Freiheit zu spüren, die sie uns bis jetzt danken.

In den Jahren 2007 bis 2012 wurde der bestehende Pferdestall, der ein Laufstall war, in einen Boxenstall umgebaut. Ein neuer weiterer Pferdestall in Paddock-Form wurde erbaut, eine wunderschöne Sattelkammer gleich daran. Schöner und besser konnte es für unsere Pferde nicht mehr werden.
Damit das Holzbringen leichter wurde, wurden Forststraßen gebaut.
Bei den Mutterkühen wurde aus den einzelnen Boxen zum Abkalben eine große Box umgebaut – damals entstand der Gedanke, auf eine Murbodner Herde umzustellen. Mittlerweile ist es fast soweit. Es sind noch fünf Fleckviehkühe am Hof, der Rest sind Murbodner. Die Fenster im Kuhstall wurden auf einer Seite herausgeschnitten, seitdem herrscht ein total gutes Klima im Stall, das zeigt sich auch an der Gesundheit der Kälber, Kühe und dem Stier.

Die Kapelle am Laussabauerhof wurde 2008 errichtet, 2009 eingeweiht und mit Bescheid 2017 zur Messkapelle ernannt und 2018 als solche eingeweiht.
2008 wurden auch die sogenannten „Holzknecht-Tuck“ erbaut. Mittlere Holzzelter für kurzzeitige Urlauber bzw. Kindergruppen. Diese wurden 2009 erweitert, mit Dusche und WC versehen, und sind nun die so sehr beliebten Blockhäuschen.

2013 wurde der alte Kuhstall mit Gewölbe in das heutige Hof-Café umgebaut. Dieses kleine Einod war und ist unser großer Stolz.
2015 stellten wir auf eine große Heizungsanlage um, die mit Hackschnitzel aus dem eigenen Wald befeuert wird. Ab sofort wurde das Wohnhaus, die Appartements, das Café und die Blockhäuschen damit beheizt.
In den nachfolgenden zwei Jahren werkten wir fleißig dahin, gestalteten noch Ruheplätze im Innenhof, die nun den Innenhof noch mehr aufwerteten und noch mehr das Besondere dort spüren lassen.

Im Jänner 2018 verlor ich nun meine große Liebe, meinen Mann Herbert. Es gebührt ihm ein überaus großer Dank, eine große Ehrerbietung in allem, was er geschaffen hat, was er uns an Liebe und Schönheit gegeben hat. Herbert war ein Bio-Pionier, und das seit ca. 30 Jahren, war stets offen und neugierig auf viel Neues. Nun gehe ich meinen Weg weiter, alleine, aber im Herzen mit ihm – so, wie wir es uns vorgestellt haben. Einen Platz anzubieten, der Ruhe, Freude und Erholung gibt. Der zeigt, worum es wirklich geht, wo man sich selbst wieder ein bisschen näher ist und zu sich findet.

Ich sage DANKE, für die vielen schönen gemeinsamen Jahre.

Ein Danke auch an alle meine Begleiter auf diesem Weg, die mir helfen, mich nie verließen, die für mich da sind, sodass ich weitermachen kann. Ein Danke an alle Menschen, die mir ihre Ehrlichkeit und Bedingungslosigkeit zeigten und geben. Ein Danke an meine Tiere, die mir so viel Liebe geben, mich so vieles vergessen lassen.


Renate Baumann
LAUSSABAUER Biohof - Reiterhof - Hof-Café